Hikeberichte – Teil 3

Hikebericht Pfadis aus St. Meinolphus

Der Hike begann für uns am Montag, den 27.07.
Am Anfang legten wir die sieben Kilometer bis nach Kolding mit Sack und Pack zu Fuß zurück, um von dort aus mit dem Zug nach Svendborg an die Küste gefahren. Auf dem Weg mit dem Zug mussten wir zweimal umsteigen und merkten schnell, dass es nicht ganz einfach ist in Dänemark den richtigen Platz zu finden. Endlich angekommen liefen wir noch weitere drei Kilometer und überquerten unteranderem die erste Brücke um an unser Tagesziel zu kommen. Dort angekommen versuchten wir einen Schlafplatz zu finden, was sich schwieriger gestaltete, als angenommen. Einige von uns liefen in Kluft herum und klingelten an den häusern in der Umgebung um zu erfragen, ob wir dort schlafen könnten. Der Rest von uns wartete unterdessen und passte auf das Gepäck auf. Nach einiger Zeit hielt ein Auto bei den Wartenden und einer unserer Leiter schaute aus dem Fenster um uns mitzuteilen, dass er einen möglichen Schlafplatz gefunden habe. Dieser befannd sich auf einem dänischen Schulgelände. Wir bauten kurzerhand die Zelte auf, um danach in einer Spielplatzkirche unser wohlverdientes erstes Abendessen zu kochen und verspeisen.
Am nächsten Morgen machten wir uns eilig auf den Weg um die, für diesen Tag festgelegte Strecke von 16 Kilometern zu bewältigen. Unterwegs mussten wir zwei weitere Monsterbrücken (Höhenangst und so…) überqueren und das bei starkem Wind. Im Ort Rudköbing wurde uns ein Schlafplatz von einem Segelklub angeboten, welcher direkt am Meer lag und die ersehnten Duschen besaß, welche alle nach dem anstrengenden Tag dringend benötigten. Nach dem CousCous, den es als Abendessen gab, gingen einige in Zelt um zu schlafen während andere den Abend gemütlich mit den vorher erworbenen Leckereien ausklingen ließen.
Der nächste Tag begann für uns sehr stressig, da erstens der Segelklub neue Gäste erwartete und wir somit früh weg sein mussten und zweitens die längste Etappe unseres Hikes (25 Kilometer!!!) auf uns wartete. Nach einiger Zeit taten uns allen die Füße weh, das laufen wurde anstrengender und der einsetzende Regen verschlechterte die Laune zusätzlich. Nach etwa 15 Kilometern machten wir die für diesen Tag längste Pause in Humble, wo es zum Mittagessen Plattpfirsiche und für jeden ein drittel Donut gab. Nachdem wir uns alle wieder etwas erholt hatten ging es weiter, mitten durchs nirgendwo bis zu unserem Ziel: Ristinge Hale. Auf der Landzunge gab es nichts außer einem Plumpsklo, welches ein wenig Windschatten spendete, einen Mülleimer und einer Bank. Während wir Gruppenkinder uns ausruhten, gingen unsere Leiter auf Erkundungstour, um einen Schlafplatz zu finden, was sich als sehr schwer herausstellte. Schließlich entschlossen wir uns dazu, mitten auf dem Weg, an einer halbwegs windgeschützten Stelle zu Zelten. Trinkwasser bekamen wir von einer freundlichen Anwohnerin zur Verfügung gestellt. Dadurch hatten wir zwar die Möglichkeit zu kochen, aber auch das war aufgrunde des starken Windes eine große Herausforderung und dauerte anderthalb Stunden. Da dieser Tag für alle sehr anstrengend war, gingen wir relativ zeitig ins Bett und für uns Gruppenkinder war die Nacht, wenn auch zu kurz, erholsam. Bei den Leitern sah das etwas anders aus: Einer unserer Leiter wachte um 05:30 Uhr komplett durchnässt auf und verbrachte den Rest des Morgens im dunkeln im Klohaus, dementsprechend war seine Laune als er uns weckte.
Nachdem wir geweckt wurden, packten wir im strömenden Regen unsere Zelte ein und machten uns auf den Weg zu einem Kiosk um etwas zu frühstücken zu bekommmen. Da wir, nachdem wir aufgestanden sind, einen anderen Weg gelaufen waren und deshalb nicht mehr am Klo vorbeikamen, mussten wir wieder zurück nach Humble wandern um endlich auf die ersehnte Toilette gehen zu können. In Humble nahmen wir außerdem unser zweites Frühstück zu uns und einer unserer Leiter erkundigte sich nach einem Schlafplatz für die Nacht. Uns wurde ein Haus angeboten, welches in der Nähe von Rudköbing liegt. Daraufhin liefen wir bis zur übernächsten Bushaltestelle und fuhren etwa 20 Minuten mit dem Bus, was ziemlich deprimierend war, da wir am vorigen Tag mehrere Stunden für dieselbe Strecke gebraucht hatten. Ein Teil unserer Gruppe wurde mit dem Auto an der Haltestelle abgeholt und zusammen mit dem Gepäck zum Haus gebracht, um es dort auszuladen. Der Rest ging noch einkaufen und kam dann zu Fuß die 5 Kilometer hinterher. Als wir im Haus ankamen waren wir sehr erfreut Betten zu sehen und es ging sofort an die Verteilung selbiger. Als wir endlich alles ausgepackt und uns eingerichtet hatten, kam der Besitzer des Hauses und wollte plötzlich Geld haben, von dem er zuvor nichts erwähnt hatte. Die dänischen Pfadfinder, die ebenfalls dort untergekommen waren erzählten uns, dass es bei ihnen genauso gewesen war. Das sorgte zunächst für schlechte Stimmung, die dann aber durch ein leckeres Essen und eine Spülmaschine schnell wieder verbannt wurde.Diese Nacht war für einige mehr und für andere weniger erholsam.
Am letzten Morgen machten wir uns wieder auf den Weg nach Rudköbing weil einige von uns noch im Meer schwimmen gehen wollten. Da das Wasser jedoch sehr kalt war blieb keiner länger als 5 Minuten im Wasser. Nachdem sich die Schwimmer wieder abgeduscht und warm angezogen hatten gingen wir wieder zur Bushaltestelle und fuhren von dort aus über die Monsterbrücken (Worüber die Leute mit Höhenangst sehr erfreut waren, weil es nicht so lange dauerte) wieder zurück nach Svendborg. Dort angekommen verpassten wir leider den Zug und mussten bis 18:41 Uhr auf den nächsten Zug warten. Aus Langeweile saßen einige Leute plötzlich in den Bahnhofsspinden (Klein!!! und Groß) woraufhin wir nicht nur selten dumm angeguckt wurden. Weil wir noch genug Zeit hatten gingen wir noch in die Stadt um unseren Hunger zu stillen und unsere Süßigkeitenvorräte aufzustocken. Nachdem wir endlich im Zug saßen waren wir alle erleichtert und freuten uns auf die Ankunft in Kolding, wo wir um 21:30 Uhr auch endlich ankamen. Nun mussten wir nur leider noch die sieben Kilometer zurück zum Zeltplatz laufen, wo wir auch um etwa 23:00 Uhr ankamen. Müde, erschöpft und einfach fertig fielen wir dennoch glücklich und stolz, auf 80 gelaufene Kilometer, in unsere Zelte die uns plötzlich riesig und fast wie eine Villa vorkamen.

Hikebericht der Wös aus Hiltrop

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Für die Wös geht’s heute auf den Hike. Das Ziel: Die Nordsee. Nach den ersten 8 km laufen sitzen wir nun im Zug nach Ejsberg. Allen geht es gut. Das Wetter ist sehr wechselhaft. Nach einer Übernachtung im Garten der St. Nikolai Kirche von Ejsberg setzten wir am 2. Hiketag mit der Fähre nach Fanö über. Während es am Morgen noch regnete, hatten wir ab mittags nur noch Sonne. Übernachtet haben wir in einem Shelter im Südosten der Insel. Alle sind wohlauf.

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Nach einer erholsamen Nacht in einem Shelter mitten im Wald, wanderten wir unter den schwierigsten aller erdenklichen äußeren Bedingungen (Nieselregen und eine leichte Brise) 😉 wieder nordwärts.
Zum Mittag genossen wir einen heißen Kakao und Apfelkuchen im Strandrestaurant. Das Wetter ließ leider keine andere Möglichkeit zur Pause zu.

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Bei der anschließenden und langwierigen Suche nach einem Schlafplatz vermittelte uns der Bekannte von einem Bekannten von einem Nachbarn der örtlichen Pfadfindergruppe schließlich in deren Räumlichkeiten. Die gelaufenen Kilometer wurden mit einer heißen Dusche und einer trockenen Unterkunft belohnt.

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Am heutigen vierten und endlich sonnigen Hiketag verließen wir die schöne Insel Fanö wieder mit der Fähre und sitzen nun im Zug zurück nach Kolding. Wir wären sehr gerne noch länger geblieben, freuen uns aber auf ein ordentliches Bergfest und eine schöne 2. Woche.

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Hike – Tagebuch der Juffis aus Meinolphus

Tag 1: Montag, 27.07.2015

4 Unterhosen,2 T-Shirts und eine Regenjacke ( eindeutig zu wenig )- und dann ging es los. Nach einigen Kilometern stiegen wir in den Zug nach Esbjerg. Dort fuhren wir mit einer Fähre namens „ Mehja“ auf die Insel Fano. Auf der Fähre bekamen wir von unseren Leitern die Aufgabe, schöne Momente in einem kleinen Gläschen zu sammeln. Auf der Insel, auf der uns leider auch der Regen begrüßte, haben wir diese in Form von Luft oder Gegenstände festgehalten.

Unser Campingplatz, der aus einer Wiese mit Toilettenhäuschen bestand, hatte auch eine trockene Halle in der wir unsere Hike-Zelte aufbauen konnten. Den Abend schlossen wir mit einer Portion dampfender Spaghetti mit Tomatensauce ab.

Tag 2: Dienstag 28.07.2015

Nach dem Aufstehen liefern wir mit leeren Mägen zum Supermarkt, vor dem wir eine Mischung aus Frühstück und Mittagessen zu uns nahmen. Danach hikten wir neben Kiefernwäldern und Straßen entlang bis wir mitten im Wald an drei großen , hölzernen, wind – und regengeschützten Hütten, namens „ Weather- Shelter“ ankamen. Nachdem wir dort alle aufs Plumsklo gegangen waren, aßen wir Couscous mit Gemüse zu Abend und übten mit unseren Bechern den Cup Song ein. Nach zwei Runden „Werwölfe“ schliefen wir ein.

Tag 3: Mittwoch 29.07.2015

Da sich an den Shelter kein Wasseranschluss befand liefen wir ein paar Kilometer zu einem Bauernlädchen, an dem wir unsere leeren Flaschen auffüllen konnten. In der Nähe fanden wir auch unseren nächsten Schlafplatz mit Sheltern, aber auch mit „Mooncars“, einem Basketball und einem Volleyballfeld und mit Blick auf das Meer. Nach unserem Mittagessen traf eine weitere Gruppe von Kindern ein, mit denen wir dann Basketball spielten. Mathilda, Martha und Fe erfanden einen Tanz zum Lied „ Barbie – Girl“, den sie mit den Leitern Manu und Stefan als die „Kens“ vorführten. Nach Nudeln mit Käsesauce und zwei weiteren Runden Werwolf legten wir uns schlafen.

Tag 4: Donnerstag 30.7.2015

In den Sheltern haben wir von dem nächtlichen Wetter nichts mitbekommen, aber nach dem aufstehen regnete es immer noch in Strömen.

Trotzdem liefen einige von uns zum Strand um Muscheln, Schnecken oder schöne Steine zu sammeln. Der Teil der Gruppe der nicht mitgekommen war spielte derweil „Lügen“ im Trockenen. Trotz des Wetters, das immer noch schlecht war, liefen wir weiter. Nach kurzer Zeit waren wir bereits alle völlig Durchnässt obwohl alle zu mindestens einen Regenjacke trugen, und konnten deswegen keinen weiteren Campingplatz suchen. Aus diesem Grund machten wir es uns in den Sheltern die wir schon am Dienstag besuchten hatten gemütlich.

Am Abend haben Jakob und Justin dann ihr Versprechen gemacht. Dazu gab ihnen der Rest der Gruppe einen Gegenstand in einem Glas, der den Versprechenden an den Hike an Dänemark und das Versprechen erinnern sollte. Es war zwar sehr kalt, denn alle zitterten, aber dennoch ein schöner Moment.

Tag 5: Freitag 31.7.2015

Am letzten Tag mussten wir fast die gesamte Strecke, die wir am Montag und am Dienstag zurück gelegt hatten wieder zurücklaufen. Wir begannen damit, zum Supermarkt zu gehen und zu Frühstücken, um danach selbst hinein zugehen und eine eigene Stärkung für den Rückweg zu kaufen.

Also liefen wir zur Fähre, fuhren mit der Fähre zum Festland, liefen zum Bahnhof in Essbjerg und stiegen in den Zug nach Kolding. Von dort aus hiketen, wir zurück zum Lagerplatz und aßen, dort angekommen, erst einmal Nudeln mit Pesto

Unser Hike umfasste ca. 40 km, nicht viel, aber genug um erschöpft anzukommen und als Gruppe besser zusammenzuwachsen.

 

Hikebilder der Wös aus Altenbochum

 

Hikebericht der Pfadis aus Maximilian Kolbe 

Am Montag sind wir verspätet gegen 14 Uhr losgelaufen. Till und Marc übernahmen die Navigation Richtung Kolding. Trotz zwei kleiner Umwege, fanden wir mit Hilfe eines Anwohners, welchen wir gefragt hatten, hinter den letzten Häusern einer Wohnsiedlung einen Schlafplatz am Koldingfjord. Uns standen dort eine Toilette und eine Dusche zur Verfügung. Kurz nach uns trafen die Juffis unseres Stammes ein. Beim Kochen bemerkten wir den Mangel von Nudeln, weshalb Jannik und Thilo nochmal zurück in die Stadt in den Supermarkt laufen mussten. Trotz des daraufhin leicht misslungenen Essens, fanden wir einen guten Schlaf.

Um vor den Juffis den Zeltplatz verlassen zu können, weckte uns unsere Leiterin Lara bereits um halb acht. Anika und Luca übernahmen an diesem Tag die Führung nach Agtrup, wo wir eine Pause an einem Supermarkt machten. Hier verließen uns im stömenden Regen zwei unserer Stammesmitglieder, weil beide aufgrund körperlicher Beschwerden abgeholt werden mussten. Wir liefen weiter Richtung Süden. Nach kurzer Suche empfahl uns eine Dame den besten Weg nach Bjert Strand. Nach einer längeren Mittagspause am Meer lief unser Lagersuchteam los und fand eine große Scheune, in der wir schlafen konnten. Am Abend wurde uns einer der beiden Verletzen zurückgebracht. Wir nahmen uns vor, am nächten Tag entspannt eine nur kurze Strecke zu laufen.

Wir standen gegen neun Uhr auf, legten uns kurz an den Strand, doch der Regen holte uns ein. Wir machten uns auf den Weg am Strand entlang Richtung Nordosten nach Sdr. Stenderup. Aus zuverlässiger Quelle (Jonas und Konsorten aka. Leithe und Wiemelhausen) wussten unser Naviteam Aron und Henri, dass dort ein überdachter Schlafplatz zu bekommen sei. Es handelte sich hierbei um ein dänisches Pfadfinderheim. Aus dem Grund, dass wir nur dort einen Supermarkt wussten, liefen Jannik, Robert, Henri, Florian und Till im Stechschritt zurück nach Agtrup um einzukaufen. Nach dem Essen fanden wir wie immer unseren Schlaf.

Nach dem Aufstehen bemerkten wir, dass Leute aus dem Invalidenlager unsere Schuhe zusammengebunden haben. Nichtsdestotrotz frühstückten wir und machten unsere Morgenrunde. Bald darauf gingen wir unter der Führung von Florian und Jan weiter auf dem Weg in Richtung Norden.Während wir viel Müll am Stranßenrand sammelten (sehr viel) gelangten wir früh an unser erstes Ziel, an dem wir möglicherweise übernachten wollten. Da der Platz nicht der Beste war und einige aus unserer Gruppe schwächelten, zwangen wir uns weiter auf den Weg in Richtung Kolding, denn desto mehr wir an diesem Tag liefen, desto kürzer würde unser letzter Tag. Till und Aron, die heute für den Schlafplatz verantwortlich waren, fanden auch in der Agtrup Bucht keinen geeigneten Schlafplatz. Letzendlich entschieden wir uns, da die Pfadis und Juffis aus Eppendorf das gleiche Ziel hatten wie wir hatten, eine Vorhut zu schicken, die aus denjenigen bestand, die noch genug Kraft hatten. So verbrachten wir diese letzte Nacht da, wo wir die Erste verbracht haben.

Geweckt wurden wir durch den Wind, der unsere Zelte flattern ließ. Die Eppes-Juffis gaben uns noch ihr restliches Brot und Brotaufstrich, sodass wir uns richtig satt essen konnten. Nachdem wir dann alles eingepackt haben, sind wir nach Kolding aufgebrochen. Dort konnten alle in Kleingruppen ihre letzten Kronen ausgeben, damit diese in Deutschland nicht zurückgetausch werden mussten. Da unser Hikebudget noch lange nicht ausgeschöpft war, konnten wir uns entscheiden Essen zu gehen oder ein „luxeriöses“ Abendessen zu kochen.Die Wahl fiel auf das Abendessen, da noch nicht alle Hunger hatten. Alle die noch Hunger hatten, konnten sich noch etwas zu Essen kaufen, die anderen streiften noch einmal durch die Stadt. Auf dem Weg Richtung Lagerplatz rasteten wir, was ja jetzt schon Tradition hat, an einem Supermarkt und kauften ein. Gegen halb acht sind wir am Lagerplatz angekommen und haben in unserem Videogruß „Bruder Jakob“ im vierer Kanon gesungen, was genau das war, was wir den ganzen Hike über gemacht haben. Müde aber auch zufrieden und glücklich kamen wir mit Kind und Kegel im Standlager an, legten uns auf unsere Isomatten und aßen Tortellini in Käse-Sahne-Soße. Anschließend legten wir uns in unsere Schlafsäcke und schliefen, wie immer, ein.